Ein Vermächtnis, das Licht schenkt: Wenn Vertrauen über das Leben hinausreicht

Was bleibt, wenn wir gehen? Für die Augenhilfe Afrika war der Zeitraum 2024 / 2025 in dieser Hinsicht besonders bewegend. Wir wurden unverhofft von der Nachricht überrascht, dass zwei Menschen uns in ihrem Testament bedacht haben. Solche testamentarischen Verfügungen sind ein zutiefst berührendes Zeichen des Vertrauens. Sie zeigen, dass Menschen von unserer Arbeit überzeugt sind und sicherstellen möchten, dass diese Hilfe auch in Zukunft weitergeht.

Ein Blick zurück: Warum wir tun, was wir tun

Wenn uns solches Vertrauen geschenkt wird, kommt mir meine Reise nach Kamerun im Jahr 2019 in den Sinn. Ich war damals bei unserer Operationskampagne in Ngaoundal dabei und traf ein kleines Mädchen, dessen Schicksal mich bis heute bewegt.

Achiyatou (2.v.l.) mit anderen Patienten vor ihrer Operation

Achiyatou war blind, gefangen in einer Welt aus Schatten. Ihr Grauer Star war beidseitig voll ausgeprägt. Ich stand daneben, als sie operiert wurde – und auch am folgenden Morgen, als ihr der Verband abgenommen wurde. Dieser eine Moment – wenn das Kind seine Mutter und seinen Vater zum ersten Mal sieht und aus dem ersten Staunen ein strahlendes Lachen wird – zeigt den Kern unserer Aufgabe. Damals waren es die Spenden und die Expertise unserer Ärzte vor Ort, die dieses Wunder ermöglichten.

Achiyatou auf dem Operationstisch. Die getrübten Linsen sind gut zu erkennen.
Achiyatou wird von Prof. Dr. Giles Kagmeni operiert.
Achiyatou (2.v.l.) mit anderen Patienten nach ihrer Operation
Nach Abnahme der Verbände: Achiyatou strahlt. Sie kann sehen.
Drei Monate später: Ein neues Leben hat begonnen.

Ein Vertrauensbeweis in die Zukunft

Es gibt keinen direkten Zusammenhang zwischen den Erblassern aus den Jahren 2024 / 2025 und jener Operation von 2019. Doch die Geschichte dieses Mädchens steht stellvertretend für das, was wir seit Jahren tun – und was wir dank der Unterstützung unserer Förderer auch in Zukunft tun wollen.

Wenn Menschen die Augenhilfe Afrika in ihrem Nachlass berücksichtigen, dann tun sie das im Vertrauen darauf, dass wir genau solche lebensverändernden Momente auch weiterhin möglich machen. Diese Zuwendungen, die oft „aus heiterem Himmel“ kommen, sind für uns ein kostbares Geschenk. Sie bestärken uns darin, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen und noch mehr Menschen aus der Dunkelheit zu helfen.

Jeder Beitrag, egal in welcher Höhe, ist ein Bekenntnis zu unserer Mission: Eine Welt, in der vermeidbare Blindheit besiegt wird. Es ist ein schöner Gedanke, dass ein Vermächtnis dazu beiträgt, dass auch in den kommenden Jahren Kinder wie das Mädchen Achiyatou aus Kamerun wieder lachen und sehen können.

Ein Zeichen setzen

Wenn auch Sie darüber nachdenken, die Augenhilfe Afrika in Ihrem Testament zu berücksichtigen, sprechen Sie uns gerne an. Wir behandeln Ihr Anliegen mit Respekt und größter Diskretion.