Das Gründungsdatum unseres gemeinnützigen Vereins Augenhilfe Afrika e.V. ist der 16. September 2013. Ursprünglich geht es um den Aufbau einer mobilen Augenklinik in Kamerun und darum, die beiden einheimischen Augenärzte Dr. Raoul Cheuteu und Dr. Giles Kagmeni bei der Behandlung unterversorgter Patienten in den entlegensten Winkeln des Landes zu unterstützen. Dieses Ziel gehen wir von Beginn an entschlossen an: Bereits im Frühjahr 2014 führen wir in Mora (Nord-Kamerun) eine erste Operationskampagne durch. Weitere Aufgaben folgen rasch – darunter der Aufbau einer im südkamerunischen Ambam lokalisierten Augenoptikerwerkstatt, die in der Folge bei unseren Operationskampagnen mitgeführt wird, der Bau von drei eigenen […]
Archiv des Jahres: 2026
Die dritte von der Augenhilfe Afrika gebaute Augenklinik in Mora – hoch im Norden Kameruns – leidet seit ihrer Eröffnung darunter, dass vor Ort bisher kein fest installierter Augenarzt verfügbar ist. Die bisherige Übergangslösung: Etwa alle zwei Monate flog ein Augenarzt aus der Hauptstadt Yaoundé ein, um die anstehenden Operationen durchzuführen – ein extrem aufwändiges und kostspieliges Verfahren. Nun haben wir eine nachhaltige Lösung für alle Patientinnen und Patienten gefunden, die einen chirurgischen Eingriff benötigen: Unser langjähriger Partner und Freund Dr. Raoul Cheuteu hat eine enge Zusammenarbeit mit dem Augenchirurgen Dr. Tikam vereinbart. Dr. Tikam arbeitet im Krankenhaus von Mokong, […]
In den vergangenen Jahren hat sich die Augenhilfe Afrika bereits mehrfach intensiv mit der Bekämpfung der Onchozerkose – besser bekannt als Flussblindheit – in Kamerun beschäftigt. Diese tückische Infektionskrankheit droht vor allem an schnell fließenden Gewässern, in denen Kriebelmücken brüten. Die weibliche Mücke überträgt Larven, aus denen dann Fadenwürmer entstehen. Wandern diese oder deren Nachkommen ins Auge, kann eine dort entstehende Entzündungsreaktion ohne Behandlung zur Erblindung führen. Bislang lagen die Schwerpunkte unserer Kampagnen zur Bekämpfung der Flussblindheit auf der direkten Untersuchung von Patientinnen und Patienten sowie der Behandlung Infizierter mit dem Wirkstoff Ivermectin. Bei unserem Projekt im Bezirk Bokito wählten […]
Seit Anfang 2026 widmen wir uns einem neuen, wichtigen Schwerpunkt: Im ländlich geprägten Osten Ugandas unterstützen wir das Holy Innocents Hospital Kamutur beim Aufbau einer eigenen augenmedizinischen Abteilung. Hinter diesem Krankenhaus steht eine zutiefst bewegende und ungewöhnliche Entstehungsgeschichte, die ich Ihnen gerne vorstellen möchte. Im Jahr 2010 brachte die Frau von Moses Aisia – dem heutigen Direktor des Hospitals – ihr erstes Kind zur Welt. Aufgrund der katastrophalen medizinischen Versorgung vor Ort verstarb das Neugeborene jedoch kurz nach der Geburt. Nur zwei Jahre später, 2012, wiederholte sich dieses furchtbare Drama: Auch das zweite Kind des jungen Paares überlebte nicht. Völlig […]
Unsere beiden Augenärzte und langjährigen Freunde Prof. Dr. Giles Kagmeni und Dr. Raoul Cheuteu erhalten in absehbarer Zeit entscheidende Verstärkung: Dr. Ariel Nyatchou. Der junge Nachwuchs-Mediziner (siehe auch Bericht „Junger Augenarzt für unser Team in Kamerun“ auf dieser Website vom September 2024) befindet sich inzwischen in seinem vierten und letzten Ausbildungsjahr zum Facharzt für Augenmedizin. Die Initialzündung: Ein Stipendium mit Weitblick Die Geschichte dieser Verstärkung beginnt im Sommer 2022: Burkhard und Christina Pauelsen aus Korschenbroich, beide Mitglieder von Augenhilfe Afrika e.V., machen ein großzügiges Unterstützungsangebot. Sie initiieren ein Facharzt-Stipendium für einen jungen Mediziner mit abgeschlossenem Studium. Prof. Kagmeni, der im […]
Großer Fortschritt für die Augenmedizin im Norden Namibias: Dank einer gezielten Investition der Augenhilfe Afrika e.V. können die Ärztinnen und Ärzte im Onandjokwe-Hospital Patientinnen und Patienten mit Grauem Star ab sofort dauerhaft und direkt vor Ort operieren. Der Engpass nach dem Eye Camp Während unseres Namibia-Besuchs im September 2025 verbrachte ich gemeinsam mit meinem Bruder Günter einige Tage beim Eye Camp in Onandjokwe. Unter der Leitung der namibischen Augenärzte Dr. Helena Ndume und Dr. Ernst van der Merwe operierte ein großes Team parallel an fünf Tischen. Das Problem: Nach der intensiven, einwöchigen Kampagne wurde die gesamte medizinische Ausrüstung – inklusive […]